lambda

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1

Dienstag, 20. Juli 2010, 19:39

Verwirrungen über "endlich" und "abzählbar"

Meine Verwirrungen während der Reise in das Unendliche nehmen kein endliches Ende.


Eine Menge heißt endlich, wenn eine bijektive Abbildung zwischen dem Abschnitt \mathbb N (p) und einer beliebigen Mengen existiert. Andernfalls heißt sie unendlich. So weit, so unendlich.

Eine Menge heißt abzählbar unendlich, falls sie gleichmächtig zu \mathbb N ist und abzählbar, falls endlich ist oder abzählbar unendlich. So weit, so abzählbar.

Nun zeigt man mithilfe zwei anderer Sätzen, dass \mathbb N unendlich ist. Unnd zwar folgt das daraus, dass \mathbb N nicht nach oben beschränkt ist und dass jede endliche Teilmenge von \mathbb R stets beschränkt ist.

Aber wieso ist denn \mathbb N nicht auch endlich? Ich kann doch eine bijektive Abb. zwischen \mathbb N (p) und \mathbb N angeben, da p\in \mathbb N beliebig. Für p=\infty wäre damit \mathbb N endlich, da \mathbb N (\infty)=\mathbb N. Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte, was ich will. Auch wenn die Schreibweise mit dem Uendlich falsch sein mag, zeigt es doch, was ich meine.;)
somewhere, something incredible is waiting to be known. (Carl Sagan)


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2

Dienstag, 20. Juli 2010, 23:21

Für p=\infty


Es ist \infty\notin\mathbb N.
Falls noch Fragen offen sind, einfach fragen :)
lg
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"Mathematik ist das freie Spiel mit abstrakten Denksystemen und damit höchst theoretisch. Die Anwendbarkeit auf die Realität ist eigentlich sehr erstaunlich."

vanhees71
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EDTA

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3

Mittwoch, 21. Juli 2010, 09:26

Für p=\infty


Es ist \infty\notin\mathbb N.
Falls noch Fragen offen sind, einfach fragen :)
lg


Kurze Zwischenfrage: Wieso ist \infty\notin\mathbb{N}?

Bei den komplexe Zahlen war es, glaube ich, irgendwas mit Riemann-Kugel, dass Unendlich als Punkt anzusehen ist.
Warum \infty dann nicht zu \mathbb{N} gehört, verwirrt mich jetzt ein bisschen.




\mathrm{i}\hbar\frac{\partial}{\partial t}\psi(x,t)\;=-\;
\frac{\hbar^{2}}{2m}\nabla^{2}\psi(x,t)+V(x,t)\psi(x,t)


Zitat von A. Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt...“
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AV

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Mathewissen: Gymnasium Leistungskurs

4

Mittwoch, 21. Juli 2010, 11:29

Kurze Zwischenfrage: Wieso ist \infty\notin\mathbb{N}?

Quick 'n' dirty? Was ist denn bitte \infty\ + 1 oder \infty\ - 1 für eine Zahl?
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lambda

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5

Mittwoch, 21. Juli 2010, 16:07

Für p=\infty


Es ist \infty\notin\mathbb N.
Falls noch Fragen offen sind, einfach fragen :)
lg
Hi,


ich habe ja gesagt, dass ich \infty nur genommen habe, um deutlich zu machen, was ich will. Ich habe mir das so gedacht: Da \mathbb N (p) für ein beliebiges, aber festes p aus den natürlichen Zahlen gilt, kann ich diese Menge doch immer anpassen. Denn solange es ja ein p gibt, ist die Menge endlich. Und da p aus \mathbb N kommt und \mathbb N abzählbar unendlich ist, kann ich doch p, egal wie groß, so wählen, dass ich jede beliebige abzählbar unendlich große Menge "erreichen" kann. Bspw. sei mal unsere unbekannte Menge X die Menge der natürlichen Zahlen. Nur wir wissen das nicht, wir sollen nur nachweisen, ob sie endlich ist. Nun kann ich doch \mathbb N (p) immer weiter anpassen. Wenn ich ein p gewählt habe, she ich dass keine Bijektion besteht, dann neheme ich p+1, wieder keine Bijektion, dann eben p+2, usw. Nur würde ich damit halt nie ganz fertig werden. *smonster*

Ich weiß nicht, irgendwie klingt das logisch, trotzdem beisst's mir im Magen. Sehr verwirrend.

Letzlich will ich sagen, dass doch auch \mathbb N (p)=\mathbb N sein kann. Ach Herrjemine. Ich weiß zwar, dass es keine größte natürliche Zahl gibt, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht geht, da ich p ja aus dem ganzen Reservoir an natürlichen zahlen wählen kann und \mathbb N (p) somit immer größer machen kann. Irgendwie kommt mir jetzt der Gedanke, dass mit einem Grenzwert zu erklären: \lim_{p \rightarrow \infty} \mathbb N (p)\ =\mathbb N. Aber da wären wir wieder bei \infty...
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6

Mittwoch, 21. Juli 2010, 16:56

Das mit dem Grenzwert ist genau das Problem. Du kannst p halt nicht gegen unendlich laufen lassen, weil p eine natürliche Zahl ist (und du es dir fest wählst!). Wie man das noch anders begründen soll, weiß ich jetzt aber auch nicht. p ist halt eine natürliche Zahl.
Ich überleg mir nochmal, wie man das sonst noch begründen kann.
lg
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vanhees71
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lambda

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Donnerstag, 22. Juli 2010, 11:06

Okay, das Problem ist jetzt gelöst.:) Man muss sich sein Problem einfach in eine Aufgabe packen und sie lösen.:)

Zeige, dass es kein p\in \mathbb N gibt, so dass die Mengen \mathbb N (p) \ \text{und} \ \mathbb N bijektiv aufeinander abgebildet werden können.

Beweis durch Widerspruch. Angenommen es gäbe ein p [...], dann wäre \mathbb N nach oben beschränkt. Widerspruch.

Auch wenn man sich das ganze halt nicht so vorstellen kann, ist es doch mathematisch lösbar.
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