Brian

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Samstag, 20. September 2008, 18:16

Länge einer Helix

Hallo!
Also ich frage mich in letzer Zeit, wie man die Länge einer Helix berechnen kann.
Bei einer linearen Wicklung (also zick-zack, kein Sinus) müsste man dann ja eigentlich den Längenzuwachs pro Windung mit dem Umfang des Kreises einer Windugn in relation setzen.
Liege ich da falsch?
Ich freue mich über jede Information und Anregung.
Wir alle sind hier, um genau das zu tun, was wir tun.

Wer hat Zeit? Wer hat Zeit? Aber wenn wir uns niemals die Zeit nehmen, wie können wir dann jemals Zeit haben?

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Herbststurm

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2

Samstag, 30. Mai 2009, 16:55

Du meinst das hier nehme ich an? Also eine ganz gewöhnliche Spirale?



Da musst du einfach nur die Bahnkurve entlang integrieren. Du meinst ja mit Länge sicherlich die Spiralbahn und nicht die Höhe (Denn das wäre trivial)

Kennst du denn die Bahnkurve einer Spirale und weisst du wie man ein Linienintegral auswertet, oder sogar woher das kommt und wie es funktioniert?

p.s.
Alter Thread, aber da ich dich ab und an online sehe und der Thread nicht beantwortet ist könnte es ja noch "aktuell" sein, auch evtl. für andere...

p.p.s.
Was hast dir denn dabei gedacht das bei "Unterstufe" zu erstellen?....
On a sexy problem sheet there are maximal   \color{red} {  \mathrm{n} + \pi  +  \gamma  + \mathrm{e},  ~ \mathrm{n} \in  \mathbb{N}^{*} points to achieve.

Exercises with transcedent number of points are facultative nuts. As is generally known, nuts are nourishing.
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Nachteule

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Samstag, 30. Mai 2009, 19:24

Vermutlich weil man die Länge einer Helix ganz eifnach über Pythagoras berechnen kann. ;)
also: a^2+b^2=c^2
für a nimmt man den Umfang der Spirale also  2 \pi r
für b die Höhe.
Damit hat man die Länge eines Spiralstückes bei genau einer Umdrehung.
Wenn man nun noch Bruchteile einer Umdrehung hat, dann muss man den entsprechenden Anteil der oben berechneten Länge für eine Umdrehung noch hinzuaddieren.

Gruß
Nachteule
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Herbststurm

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Samstag, 30. Mai 2009, 19:35

Woher weiss man bei deiner Argumentation ob es sich um eine rechts- oder linksdrehende Kurve handelte?

Auch folgt daraus nicht glaubhaft, dass Anstiegsbeschleunigung gleich Kreisbeschleunigung sein muss. Kann man zwar mit Gültigkeit des Pythagors argumentieren, aber das halte ich für sehr unelegant.

Du hast im Fazit zwar Recht Nachteule, aber ich finde es unelegant... :(
(oder wird das bei deiner Argumentation auch geklärt und ich übersehe es? *044* )

Gruß
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Nachteule

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Sonntag, 31. Mai 2009, 11:50

Dass das nicht "elegant" ist ist mir auch klar, aber es ist effizient und ein Erklärungsversuch auf deine Frage hin, warum Brian es bei Untersufenmathematik gepostet hat. Ausserdem wollte er keine Begründung sondern nur wissen wie man berechnet. :D

Aber um auch dir das Verfahren ein wenig leichter verdaulich zu machen, hier ein paar "mathematische" Argumente direkt aus Physiker Sicht. *001*
Aber auch das rechts oder linksdrehen kann man erschlagen, weil für dieses Vorgehen muss man die Spirale, gedanklich "abwickeln" oder anders gesagt auf die verallgemeinerten Koordinaten z und phi (Zylinderkoordinaten) umsteigen. Da eine Helix durch
(r_0, \omega \cdot t, v \cdot t) (Zylinderkooerdinaten)beschrieben werden kann, kann man das ganze auf zwei Dimensionen reduzieren, Schnitteben ist durch r=r_0 gegeben. Wenn man nun noch festlegt, dass t von 0 bis 1 läuft, kann man direkt aus \omega In dieser Ebene kann man das ganze dann sogar nochmals auf neue Koordinaten umschreiben,nämlich ebene Polaarkoordinaten. Den Ursprung legt man dann in den Startpunkt der Helix, den Winkel erhält man aus \omega und  v und r ist dann direkt die Länge der Helix.

Wenn dir die Gültigkeit des Pythagoras nicht genögt kann man natürlich noch zeigen, dass die durch eine konstante Winkelkoordinate gegeben Richtung eine Gerade sein muss. Ich verweise mal auf die Variationsrechnung und als Beipiel versuch mal zu zeigen, dass eine Gerade auch tatsächlich die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist.

*029* Aber mal ehrlich, findest du nicht auch, dass das der Overkill für einen Unterstüfler ist. :P

Grüße
Nachteule
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Brian

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Sonntag, 31. Mai 2009, 12:15

Also naja, ich bin auch ein ungewöhnlicher Unterstüfler, muss ich sagen.
Ich sag nur: komplexe Zahlen in der 9.^^ XD

nee, aber jetzt mochmal zum Thema:
wie berechnet man denn ein Linienintegral?
Flächenintegrale kann ich schon.
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Nachteule

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Sonntag, 31. Mai 2009, 12:48

 ds=\sqrt{dx^2+dy^2+dz^2} Für Kartesische Koordinatensysteme. Dann musst du deine Bahnkurve deren Länge du berechnen willst noch in irgend einer Form gegeben haben.
Wenn du sie als Funktion hast, also y=y(x) (zweidimensionaler Fall) dann wird ds zu ds=\sqrt{dx^2+dy^2}. Dies kannst du dann umformen zu ds=\sqrt{1+(\frac{dy}{dx})^2}dx. Mit \frac{dx}{dy}=y'(x).

Alternativ kann die Bahnkurve auch in Parameterform gegeben sein. Wichtig ist aber imemr das ds zu finden. Das kann man sich oft auch geometrisch überlegen wie dies auszusehen hat.

Gruß
Nachteule
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Herbststurm

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Donnerstag, 11. Juni 2009, 22:48

versuch mal zu zeigen, dass eine Gerade auch tatsächlich die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist


Okay :)

Zwei Punkte p_{1} und p_{2} liegen in der Ebene. Die Länge der Kurve zwischen diesen beiden Punkten, egal ob Gerade oder irgend eine gekrümmte Bahn ist dann

I = \int\limits_{p_{1}}^{p_{2}} \mathrm{d}s = \int\limits_{x_{1}}^{x_{2}} \sqrt{1+y'^{2}} \mathrm{d}x

Um also die kürzeste Verbindung zwischen den Punkten zu bekommen benötige ich also das Minimum des Funktionals. Nach den impliziten Variablen differenzieren:

 \frac{\partial \sqrt{1+y'^{2}}}{\partial y} = 0

 \frac{\partial \sqrt{1+y'^{2}}}{\partial y'} = \frac{y'}{ \sqrt{1+y'^{2}}}

Also haben wir nur konstante Größen. Die gesuchte Funktion ist also gerade y=ax+b und das ist eine Geradengleichung. Ergo ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten eine Gerade und die Faktoren sind deshalb determiniert, da y ja gerade durch die Punkte p_{1} und p_{2} geht.

So in etwa :)
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Freitag, 12. Juni 2009, 10:31

Fehlen zwar ein paar Zwischenschritte, aber ich gesteh dir mal zu dass du die Euler-Lagrange-Gleichung im Kopf löst *004*

Was mir an der Stelle grade noch auffällt, wir haben das damals auch so gelöst, aber das zweite Gleichheitszeichen an der Stelle ist doch nicht mehr ohne Beschränkung der Allgemeinheit, oder wie siehst du das? Also der Übergang von ds nach dx. Man schränkt doch hierdurch die Bahnkurve bereits auf Funktionen ein. Es könnten doch aber auch ganz andere Bahnkurven auftreten. Wären zwar keine Lösung des Problems, aber... :huh:
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Herbststurm

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Freitag, 12. Juni 2009, 14:38

Nein, ich meine da ist alles wohlbestimmt, denn wir haben ja die Geometrie konkret bestimmt. Eine Ebene mit euklidscher Metrik. Was du glaube ich meinst ist, wenn man die selbe Frage stellt, nämlich die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten, aber anderen Bedingungen hat. Zum Beispiel wenn man anstatt der Ebene eine gerkümmte Fläche betrachtet und die kürzeste Verbindung sucht, dann hat man natürlich je nach Geometrie auch eine andere Rechnung. Um beim Thema Helix zu bleiben. Wenn du zum Beispiel auf einem Zylinder die kürzeste Strecke suchst, dann kommt gerade wieder die Schraubenlinie als Lösung des Variationsproblem heraus :)
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Nachteule

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Samstag, 13. Juni 2009, 17:30

Aber erst nach der Rücktransformation. Und damit kann man sich auch die Helix auf neue Weise definieren.

Mal zum weiter drüber nachdenken:
Welchen Vorteil hat diese Definition aus physikalsicher Sicht, wenn man beispielsweise eine Helix aus einem langen Molekül bildet. Was würde dann eine Abweichung von dieser Idealform für das Molekül bedeuten? (Wobei wir die Zylinderform mal als Zwangsbedingung vorgeben)
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